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Stillen bei Kindern mit Down-Syndrom

Hier findet ihr ein paar allg. Informationen zum Thema Stillen bei Kindern mit Down Syndrom, die Herausforderungen beim Stillen und mögliche Hilfestellungen.

Stillen – eine wertvolle Unterstützung für Kind und Mutter
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Stillen bietet viele Vorteile – besonders für Babys mit Down-Syndrom:

Es stärkt die Mutter-Kind-Bindung, fördert die orofaziale Muskulatur, unterstützt die Sprachentwicklung, begünstigt die Gaumenform, schützt vor Infekten und kann das Risiko für Übergewicht senken.

Wir danken Frau Dr. Hanna Petersen herzlich für die fachliche Unterstützung bei diesem Beitrag.

Herausforderungen beim Stillen
Viele Kinder mit Trisomie 21 können gestillt werden – etwa die Hälfte ohne große Schwierigkeiten. Andere benötigen mehr Unterstützung. Häufige Gründe dafür sind:
  • niedriger Muskeltonus
  • eingeschränkte Zungenbeweglichkeit
  • Saugschwäche
  • Herzfehler
  • Gaumenspalten

Das Wichtigste: Geduld und liebevolle Begleitung. Mit Zeit, Übung und passenden Techniken kann Stillen auch bei anfänglichen Schwierigkeiten gelingen.

​
Ungefähr die Hälfte aller Kinder mit Down Syndrom können problemlos gestillt werden. Manche Kinder haben jedoch Still- und Fütterungsschwierigkeiten. Dann muss viel Geduld aufgebracht werden um den Kindern beizubringen mit genügend Saugkraft zu trinken um den Milchspendereflex auszulösen und eine ausreichende Milchproduktion zu stimulieren.

Worauf es in den ersten Tagen ankommt
​
Die ersten fünf Tage nach der Geburt sind entscheidend für die Milchbildung. Achte darauf:
  • Dein Baby sollte – sobald es stabil ist – so früh wie möglich angelegt werden.
  • Haut-zu-Haut-Kontakt unterstützt nachweislich das Trinkverhalten und fördert die Milchproduktion.
  • Sollte das Stillen nicht sofort möglich sein, können alternative Methoden wie Fingerfeeding oder Bechern mit abgepumpter Muttermilch hilfreich sein.
  • Eine elektrische Doppelpumpe kann den Milchfluss gezielt anregen. Dabei ist es sinnvoll, bereits in den ersten Stunden nach der Geburt mit dem Abpumpen zu beginnen.
  • Bei unzureichender Milchmenge kann Zufütterung stillfreundlich über ein Brusternährungsset oder durch Fingerfütterung erfolgen – so bleibt der Saugreiz an der Brust erhalten.

Stillpositionen & Techniken
  • Manuelle Brustkompressionen: Durch rhythmisches, sanftes Zusammendrücken der Brust kann der Milchfluss unterstützt werden.
  • Trageschlinge & Beugehaltung: Helfen bei einer stabilen, entspannten Stillposition – besonders wenn du eine Hand für das Kind oder die Brust brauchst.
  • Dancer Hold:
    • Dein Baby sitzt im Hoppe-Reiter-Sitz auf deinem Schoß.
    • Du hältst deine Brust im C-Griff, während Daumen und Zeigefinger ein „U“ formen.
    • Der untere Teil deiner Hand stützt das Kinn deines Kindes – so bleibt der Kopf in optimaler Position, und dein Baby kann sich ganz auf das Saugen konzentrieren.
      ​

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Quelle: „Stillen einst und heute“ Hans Marseille Verlag
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Quelle: „Stillen einst und heute“ Hans Marseille Verlag
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Quelle: „Handbuch für die stillende Mutter“ La Leche Liga
Zum Mutmachen
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Stillen bei einem Kind mit Down-Syndrom kann mit Herausforderungen verbunden sein – muss aber kein Hindernis sein. Viele Eltern erleben Stillen als etwas ganz Besonderes, gerade weil der Weg dahin nicht immer einfach war.

Und falls es nicht klappt: Auch dann gibt es liebevolle, nährende Wege, Nähe, Versorgung und Bindung zu leben.

​Du machst das richtig. In deinem Tempo. Auf eurem Weg.


Stillen ist Kennenlernen

Nach der Geburt ist die Stillzeit eine intime Phase, in der ihr euch einander vertraut macht. Jedes Baby – besonders jene mit Down‑Syndrom – ist einzigartig und braucht manchmal einfach mehr Zeit, Geduld und Übung.

Ein Moment der Nähe
Nach der Geburt beginnt eine Reise – eine Reise in Nähe, Vertrauen und Entdeckung. Für Babys mit Down‑Syndrom ist das Kennenlernen manchmal ein wenig sanfter, aber genauso intensiv.

Warum Stillen wichtig ist

  • Immunschutz: Schützt vor Infekten, Allergien und Atemwegserkrankungen – besonders relevant bei Trisomie 21.
  • Muskeltraining: Stärkt Lippen, Zunge und Gesichtsmuskulatur – Grundlage für Sprache.
  • Verfügbarkeit & Bindung: Jede Portion ist bereit, ergonomisch und nährend – Hand in Hand mit emotionaler Nähe.
  • Gesundheit der Mutter: Unterstützt Rückbildung, Brustkrebsprävention und Hormonbalance.

Sanfte Hilfen & Techniken

Beginnt in den ersten Tagen mit häufigerem

Anlegen und Hautkontakt – das fördert Milchbildung.

Brustkompression kann helfen, den Fluss zu stecken.

​Nutzt Fingerfeeding, abgepumpte Milch und Brusternährungssets als Alternative – zum Wohl eurer Beziehung.

Andocken optimieren:
  • Brust leicht ausdrücken,
  • Baby im „C“-Griff halten,
  • Lippen sanft öffnen und tief anlegen.

Stille Unterstützung mit Haltung

Nutzt gemütliche Posen (Sitz, Liege, Trageschlinge).

​Unterstützt dich mit Kissen – so bleibt Körperhaltung entspannt und fördert den Milchfluss.

​Achte auf entspannte Atmung – das hilft auch deinem Baby.

​Erfolg erkennen

Nicht nur Gewicht ist Maßstab – auch:
  • Tiefes, sicheres Saugen (C‑Griff, Vakuumgefühl)
  • Brust im Mund, Kinn an der Brust, Zunge sichtbar sichtbar unterhalb
  • Entspannte Trinkerfahrungen mit ausreichender Zunahme

Weitere Info zum Thema Stillen:

  • Arbeitskreis Arbeitskreis Down-Syndrom e.V.
  • LaLecheLiga Deutschland e.V.
© 2025 Das ganz normale Leben – Alle Rechte vorbehalten.

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